Für Betriebsrat und Datenschutz

Ein Meeting-Recorder, der nichts hochlädt.

In vielen Unternehmen in Deutschland und Österreich wird ein Cloud-Recorder erst nach Gesprächen mit Betriebsrat und Datenschutz eingesetzt, oft mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag. Bis dahin bleiben Meetings unaufgezeichnet.

PrivateGoat ist eine Mac-App, die Meetings auf dem Mac aufnimmt, transkribiert und zusammenfasst. Das Audio verlässt den Mac nicht, kein Bot tritt dem Call bei, und Jira wird erst kontaktiert, wenn Sie etwas senden. Diese Seite beschreibt sachlich, was die App technisch tut, damit das Gespräch mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragten auf Fakten aufbauen kann.

Diese Seite ist keine Rechtsberatung. Ob und wie PrivateGoat in Ihrem Unternehmen eingesetzt wird, entscheiden Sie gemeinsam mit Betriebsrat und Datenschutz.

Was auf dem Mac bleibt.

  • Das Meeting-Audio wird von keiner Stelle der App hochgeladen.
  • Die Transkription läuft auf dem Mac (Whisper). Eine Cloud-Spracherkennung gibt es in der App nicht.
  • Zusammenfassungen und Aufgaben schreibt ein lokales Sprachmodell auf dem Mac. Cloud-Modelle gibt es nur hinter einer Einstellung, die ab Werk aus ist; die App zeigt an, wenn Text den Mac verlassen würde.
  • Aufnahmen, Transkripte und Zusammenfassungen sind Dateien auf dem Mac, unter ~/Library/Application Support/. Keine Cloud-Synchronisation.
  • Für den Systemton braucht macOS die Berechtigung zur Bildschirmaufnahme. Ein Bildschirmvideo wird nie gespeichert. Nur wenn eine experimentelle Einstellung eingeschaltet ist (ab Werk aus), legt PrivateGoat Bildschirmfotos des Anruffensters im Ordner des Meetings auf dem Mac ab.
  • Zugangsdaten und Schlüssel liegen im macOS-Schlüsselbund und werden mit Touch ID entsperrt.
  • Optional gibt es einen verschlüsselten Tresor auf dem Mac. Die Person wählt, was darin verschlüsselt liegt: Aufnahmen, Bildschirmfotos des Anruffensters, Sprecherbilder, Stimmprofile, Transkripte, Notizen, Zusammenfassungen, Meeting-Titel, Diktate. Entsperrt wird mit Touch ID oder dem Anmeldepasswort; der Suchindex auf der Festplatte enthält keinen verschlüsselten Text.
  • Sprechernamen liest PrivateGoat in Teams, Zoom und Google Meet aus dem Anruffenster, auf dem Mac; das setzt die ab Werk ausgeschalteten Bildschirmfotos voraus. Stimmen merkt sich die App nur, wenn jemand das ausdrücklich einschaltet, und dann nur verschlüsselt im Tresor; jede gemerkte Stimme und jedes Sprecherbild lässt sich pro Person löschen.
  • Verläufe von Coding-Agenten (Claude Code, Codex) lesen die Ansicht „Chats“, die Timeline und das Diktat, das daraus Namen und Fachwörter lernt, erst, wenn die Person es erlaubt (Einstellungen → Coding agents). Gelesen wird auf dem Mac; die Dateien werden nicht verändert, nichts wird hochgeladen. Nur die ältere Suche über Claude-Code-Gespräche in Quick Find läuft auch ohne diese Erlaubnis, ebenfalls nur auf dem Mac.
  • Teilen ist ab Werk aus. Wer teilt, wählt selbst einen Teamordner (etwa auf einem Netzlaufwerk); kopiert werden Zusammenfassung und Transkript, nie das Audio. PrivateGoat selbst lädt nichts hoch.

Niemand tritt dem Call bei.

PrivateGoat nimmt zwei Spuren auf: Ihr Mikrofon und alles, was der Mac abspielt, also die andere Seite des Calls. Das funktioniert mit Zoom, Teams, Google Meet und Calls im Browser. Es kommt kein Bot und keine zusätzliche Person in den Call, und es muss kein virtueller Audiotreiber installiert werden.

Die App nimmt nie von selbst auf. Wenn eine Call-App das Mikrofon belegt, fragt sie einmal nach, ob aufgenommen werden soll; diese Nachfrage lässt sich in den Einstellungen abschalten.

Deutschsprachige Meetings: Die Sprache wird automatisch erkannt, auch wenn sie mitten im Meeting wechselt, und auf Wunsch live ins Englische übersetzt. Die Oberfläche der App ist auf Englisch.

Welche Netzwerkverbindungen es gibt.

Die vollständige Liste. Meeting-Audio, Transkripte und Zusammenfassungen gehören nicht dazu.

Sprachmodelle
Einmaliger Download von Hugging Face, auf eine feste Version gepinnt und per SHA-256 geprüft.
Lokale Sprachmodelle
Werden über Ollama aus der Ollama-Registry geladen und laufen danach auf dem Mac.
Jira
Nur wenn Sie Jira verbinden: Ihre eigene Atlassian-Site (Anmeldung bei Atlassian und deren gehostetes MCP-Gateway). Kein Vermittlungsserver von uns dazwischen.
Updates
Prüft privategoat.app auf signierte Updates und installiert nur Updates mit passender EdDSA-Signatur. Es wird kein Systemprofil gesendet. Ein Schalter in den Einstellungen stellt die automatische Prüfung ab.
Cloud-Modelle
Nur wenn jemand sie in den Einstellungen einschaltet. Ab Werk aus.
Analyse, Tracking
Keine.

Jira nur, wenn Sie senden.

Aus dem Meeting entstehen Vorschläge für Aufgaben. Sie nehmen jeden Vorschlag an oder verwerfen ihn. Nach Jira geht nur, was Sie ausdrücklich senden; was Sie lokal behalten, bleibt eine Aufgabe auf dem Mac.

Die Jira-Projekte, die Sie auswählen, liegen als lokale Kopie auf dem Mac; die Suche darin funktioniert auch offline. Tickets aus der App anlegen und ändern lässt sich mit einem Schalter ganz abstellen; jede Änderung wird vorher lokal protokolliert und kann rückgängig gemacht werden.

Coding-Agenten wie Claude Code oder Codex lesen über einen lokalen MCP-Server ohne Netzwerk mit. Sie können nur lokale Entwürfe anlegen, nie in Jira schreiben.

Checkliste fürs Gespräch.

Fragen, die Sie mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragten klären können, und was PrivateGoat dazu beiträgt.

  1. Wie erfahren die anderen Teilnehmenden von der Aufnahme?

    Es tritt kein Bot bei, also zeigt auch kein Bot die Aufnahme an. Legen Sie fest, wie Ihr Team vorab informiert und um Zustimmung bittet.

  2. Wer darf aufnehmen, und wann?

    PrivateGoat nimmt nie von selbst auf. Hält eine Call-App das Mikrofon, fragt es höchstens einmal pro Call nach; diese Nachfrage lässt sich abschalten.

  3. Wie lange bleiben Aufnahmen auf dem Mac, und wer löscht sie?

    Die Dateien liegen im Ordner der aufnehmenden Person. Aufbewahrung, Backup und Löschung regeln Sie wie für andere Dateien auf Firmen-Macs.

  4. Sollen Sprechernamen und gemerkte Stimmen genutzt werden?

    Beides ist ab Werk aus. Stimmen werden nur im verschlüsselten Tresor gemerkt und lassen sich pro Person löschen. Vereinbaren Sie, ob und wie Ihr Team das nutzt.

  5. Bleiben Cloud-Modelle ausgeschaltet?

    Ab Werk sind sie aus. Vereinbaren Sie, dass das so bleibt.

  6. Wird geteilt, und wenn ja, über welchen Ordner?

    Nur über einen Teamordner, den Sie wählen; nie das Audio. Zugriffsrechte regelt der Ordner, nicht PrivateGoat.

  7. Welche Jira-Projekte werden lokal zwischengespeichert?

    Nur die Projekte, die die Person auswählt. Nach Jira geht etwas nur, wenn sie es sendet; die Bearbeitung von Jira aus der App lässt sich ganz abschalten.

  8. Welche Verbindungen erlaubt die Firewall?

    Hugging Face (Modelle), die Ollama-Registry, Ihre Atlassian-Site und privategoat.app (Updates). Sonst keine, solange Cloud-Modelle ausgeschaltet bleiben.

  9. Dürfen Coding-Agenten mitlesen?

    Der MCP-Server von PrivateGoat läuft lokal ohne Netzwerk, und Agenten können nur lokale Entwürfe anlegen. Was ein Agent dort liest, kann er aber an seinen eigenen Modellanbieter schicken: prüfen Sie das für jeden Agenten.

Selbst ausprobieren.

Download für Mac

Kostenlos. Kein Abo. Eine native Mac-App.

Lieber mit Homebrew? Eine Zeile im Terminal:

brew install --cask tomw1808/privategoat/privategoat

Fragen und Feedback: Telegram-Gruppe